GB-Psyche Starter-Kit

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung – in 30 Minuten zum Maßnahmen-Entwurf

Das kostenlose Starter-Kit führt Sie in vier Schritten durch Branchen-Fragenkatalog, Beteiligungs-Template und Maßnahmenkatalog – orientiert an der GDA-Leitlinie. Ohne externe Beratung, ohne Excel-Bastelei.

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Orientiert an der GDA-Leitlinie · Ersetzt keine vollständige Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG.
GB-Psyche · Starter-Kit
1Branche
2Befragung
3Beteiligung
4PDF-Maßnahmenkatalog
Maßnahmenkatalog.pdf
Entwurf · GDA-orientiert

Über 1.900 Unternehmen nutzen Hrmony für steueroptimierte Mitarbeiter-Benefits.

thyssenkrupp

Warum 79 % der Betriebe ein Compliance-Problem haben

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ist seit 2013 ausdrücklich im Arbeitsschutzgesetz (§ 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG) verankert. Trotzdem zeigen Erhebungen von BAuA und GDA seit Jahren: Nur etwa jeder fünfte Betrieb in Deutschland setzt sie tatsächlich um. Und das, obwohl Aufsichtsbehörden und Berufsgenossenschaften ihre Prüfquote schrittweise erhöhen.

Umsetzungsgrad
~21 % der Betriebe
4 von 5 Arbeitgebern haben Lücke
Prüfquote (Aufsicht)
steigt schrittweise an
Schwerpunktprüfungen werden häufiger
Bußgeldrahmen
bis zu 30.000 € pro Verstoß
Plus Wiederholungstäter-Multiplikator
Haftungsrisiko
§ 9 OWiG / § 13 StGB
Geschäftsführer haftet persönlich

Die Konsequenz greift dabei nicht erst bei einer Prüfung. Schon erhöhte Fehlzeiten, Burnout-Cluster oder Fluktuation in einer Abteilung können auf eine fehlende oder lückenhafte GB Psyche zurückgeführt werden – mit Folgen für Versicherungsschutz und arbeitsmedizinische Verantwortung.

Was die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung eigentlich verlangt

Die GB Psyche ist keine Mitarbeiterzufriedenheits-Umfrage und kein Stress-Check. Sie ist ein strukturierter Prozess, der psychische Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz systematisch identifiziert, bewertet, mit Maßnahmen beantwortet und in der Wirkung überprüft.

Die rechtliche Grundlage in einem Satz

§ 5 ArbSchG verpflichtet jeden Arbeitgeber – unabhängig von Größe oder Branche – zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen, ausdrücklich auch hinsichtlich psychischer Belastung (Abs. 3 Nr. 6). Die GDA-Leitlinie „Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz“ konkretisiert, was Aufsichtsbehörden dabei erwarten.

Die 7 Handlungsfelder nach GDA

Eine vollständige GB Psyche deckt alle sieben Handlungsfelder systematisch ab.

GDA7 Handlungsfelder
Arbeitsinhalt & Aufgabe
Arbeitsorganisation
Soziale Beziehungen
Arbeitsumgebung
Arbeitsmittel
Neue Arbeitsformen
Veränderungsprozesse
1Arbeitsinhalt & Aufgabe

Vollständigkeit, Handlungsspielraum, Qualifikation

2Arbeitsorganisation

Arbeitszeit, Arbeitsablauf, Kommunikation

3Soziale Beziehungen

Führung, Kollegium, soziale Unterstützung

4Arbeitsumgebung

Lärm, Klima, Ergonomie (psychische Wirkung)

5Arbeitsmittel

Software-Usability, Werkzeug-Adäquanz

6Neue Arbeitsformen

Homeoffice, hybride Arbeit, ständige Erreichbarkeit

7Veränderungsprozesse

Restrukturierung, Digitalisierung, Personalwechsel

Vier Schritte. Ein PDF. Ihre Vorbereitung steht.

Das Starter-Kit ersetzt keine vollständige GB Psyche – aber es nimmt Ihnen die 80 % der Vorarbeit ab, an denen die meisten Projekte scheitern: sich überhaupt zu starten.

1

Branche & Betriebsgröße einordnen

Sie wählen aus 12 Branchen-Profilen (Produktion, Office, Pflege, Handel, IT, Schule/Bildung u. a.) und einer Größenklasse. Das Kit passt Fragenkatalog und Maßnahmenvorschläge daran an.

2

Fragenkatalog nach GDA

Sie erhalten einen vorstrukturierten Fragebogen, der alle sieben GDA-Handlungsfelder abdeckt – formuliert in einer Sprache, die Mitarbeitende auch beantworten. Inklusive Skalierung (5er-Likert) und optionalen Freitextfeldern.

3

Beteiligungs-Template

Eine GB Psyche ohne Beteiligung der Beschäftigten ist rechtlich nicht haltbar. Sie bekommen ein fertiges Kommunikations-Template (Ankündigung an das Team, Einladung zur Befragung, Hinweis auf Anonymität, Betriebsrats-Information).

4

Maßnahmenkatalog-Entwurf als PDF

Auf Basis der Eingaben & Risikofelder erhalten Sie einen Maßnahmenkatalog – mit konkreten Vorschlägen für Verhaltens- & Verhältnisprävention, inklusive Hrmony-Modulen, die umgesetzt werden können.

Das Starter-Kit ist eine strukturierte Vorbereitungshilfe. Die formale Verantwortung für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung verbleibt nach § 5 ArbSchG beim Arbeitgeber. Für die finale Durchführung empfehlen wir die Einbindung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit, des Betriebsarztes und ggf. einer externen GDA-erfahrenen Beratung.

Was das Starter-Kit kann – und was nicht

Das leistet das Starter-Kit
Strukturierte Vorbereitung nach den 7 GDA-Handlungsfeldern
Branchenspezifischer Fragenkatalog (Office, Produktion, Pflege u. a.)
Beteiligungs-Templates für interne Kommunikation
Maßnahmenkatalog-Entwurf als PDF
Brückenschlag zwischen Diagnose und konkreten Werkzeugen
Zeitersparnis von rund 6–8 Stunden Recherche
Das ist nicht enthalten
Keine rechtsverbindliche Gefährdungsbeurteilung
Keine arbeitsmedizinische oder psychologische Diagnose
Keine Befragungsdurchführung oder -auswertung im Tool
Keine Wirksamkeitsprüfung nach § 3 ArbSchG
Kein Ersatz für Fachkraft für Arbeitssicherheit oder Betriebsarzt

Für wen das Kit gemacht ist

HR-Verantwortliche, Geschäftsführungen und Fachkräfte für Arbeitssicherheit in KMU (10–500 MA), die wissen, dass sie eine GB Psyche brauchen, aber bisher keinen strukturierten Einstieg gefunden haben.

Diagnose ist die halbe Miete – die andere Hälfte sind die Werkzeuge

Die häufigsten Befunde in GB-Psyche-Auswertungen betreffen drei Cluster: zu wenig Erholung und Pufferzeit, fehlende Wertschätzung im Alltag und Belastung durch Pendelzeiten oder Erreichbarkeitsdruck. Genau dort setzen die Module der Hrmony-Plattform an – als steuerlich begünstigte, schnell einsetzbare Maßnahmenträger.

Erholung messbar machen

Die Erholungsbeihilfe erlaubt bis zu 156 € pro Mitarbeitendem und Jahr — pauschalbesteuert, zweckgebunden für Erholung. Ehepartner und Kinder können die Erholungsbeihilfe zusätzlich erhöhen. Ideal als konkrete Maßnahme für das GDA-Feld „Arbeitsinhalt & -organisation".

Mehr zur Erholungsbeihilfe
Wertschätzung im Alltag

Mit HelloBonnie als Sachbezugskarte (50-€-Freigrenze nach § 8 Abs. 2 S. 11 EStG) lassen sich Wertschätzungs-Gesten ohne administrativen Aufwand monatlich umsetzen – flexibel in Regional Spaces oder Brand Spaces nutzbar.

HelloBonnie kennenlernen
Pendelstress reduzieren

Der ÖPNV-Zuschuss nach § 3 Nr. 15 EStG ist komplett steuer- & sozialversicherungsfrei. Eine der direktesten Maßnahmen, wenn die GB Psyche Pendel- oder Erreichbarkeitsbelastung als Risikofeld identifiziert.

ÖPNV-Zuschuss verstehen

Die vollständige Maßnahmenliste in Ihrem PDF-Report verweist auf alle sieben Module der Hrmony-Plattform – passend zum Befund.

Das Starter-Kit startet 2026 – sichern Sie sich den Vorab-Zugang

Wir entwickeln das GB-Psyche-Starter-Kit aktuell mit Arbeitsschutz-Experten und Hrmony-Kundenfeedback. Wer sich auf der Waitlist einträgt, bekommt:

Vorab-Zugang vor dem öffentlichen Launch
Kostenlose Nutzung auch nach Launch
Update-Mail, sobald die Beta verfügbar ist

Wir verarbeiten Ihre Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung. Sie können sich jederzeit abmelden.

Häufige Fragen zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung Pflicht?

Ja. Seit der Änderung des Arbeitsschutzgesetzes 2013 ist die Beurteilung psychischer Belastung in § 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG explizit als Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung verankert – für jeden Arbeitgeber, unabhängig von Branche oder Größe.

Was passiert, wenn man keine GB Psyche durchführt?

Aufsichtsbehörden und Berufsgenossenschaften können Bußgelder festsetzen – der Rahmen reicht je nach Verstoß bis zu 30.000 €. Zusätzlich kann der Versicherungsschutz bei psychisch bedingten Erkrankungen lückenhaft werden, und Geschäftsführungen können nach § 9 OWiG persönlich in die Verantwortung genommen werden.

Wer prüft die Gefährdungsbeurteilung Psyche?

Zuständig sind primär die staatlichen Arbeitsschutzbehörden der Bundesländer (z. B. LAGetSi, Gewerbeaufsicht) sowie die Berufsgenossenschaften. Prüfungen erfolgen anlassbezogen (z. B. nach Beschwerden) oder als Schwerpunktaktion im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA).

Wie führt man eine GB Psyche durch?

In sieben Schritten: Vorbereitung, Festlegung der Tätigkeitsbereiche, Beurteilung der Belastung, Bewertung, Maßnahmen ableiten, Maßnahmen umsetzen, Wirksamkeit überprüfen. Die GDA-Leitlinie konkretisiert jeden dieser Schritte.

Welche Fragen gehören in die GB Psyche?

Die Fragen sollten alle sieben GDA-Handlungsfelder abdecken: Arbeitsinhalt, Arbeitsorganisation, soziale Beziehungen, Arbeitsumgebung, Arbeitsmittel, neue Arbeitsformen und Veränderungsprozesse. Branchenspezifische Anpassungen sind notwendig.

Was kostet eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung?

Die direkten Kosten variieren stark – von wenigen hundert Euro bei kleinen Betrieben mit eigener Durchführung bis zu mehreren tausend Euro bei externer Beratung. Der größere Aufwand liegt meist in der internen Zeit. Das Hrmony-Starter-Kit reduziert diese Vorbereitungszeit deutlich.

Ersetzt das Starter-Kit eine vollständige GB Psyche?

Nein. Es bereitet die strukturelle Durchführung vor und liefert einen Maßnahmenkatalog-Entwurf. Die formale Verantwortung und die finale Durchführung bleiben beim Arbeitgeber und sollten mit Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt und ggf. externer Beratung erfolgen.

Wie oft muss die GB Psyche wiederholt werden?

Eine starre Frist gibt es nicht – die Gefährdungsbeurteilung muss aktualisiert werden, wenn sich Arbeitsbedingungen ändern (Reorganisation, neue Arbeitsformen, Personalwechsel). In der Praxis wird eine Überprüfung alle 2–3 Jahre als angemessen betrachtet.

Brauche ich für die GB Psyche eine externe Beratung?

Nicht zwingend. Kleinere Betriebe können mit strukturierten Tools selbst durchführen, sollten aber Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt einbinden. Bei komplexen Strukturen oder bereits identifizierten Belastungs-Clustern ist externe Expertise empfehlenswert.

Wie hängen GB Psyche und betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zusammen?

Die GB Psyche ist Pflicht (Arbeitsschutzrecht), BGM ist freiwillig. In der Praxis liefert die GB Psyche aber die Datenbasis, aus der ein gutes BGM seine Maßnahmen ableitet – die beiden Welten greifen ineinander.