Digitale Essensmarken: Snacks und Mahlzeiten

Neuer Sachbezugswert 2019: Digitale Essensmarken übernehmen Änderung automatisch

Berlin, Dezember 2018 – Arbeitgebende aufgepasst: Mit Sitzung vom 19. Oktober 2018 hat der Bundesrat die Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) beschlossen.

Die endgültigen Sachbezugswerte für das Jahr 2019 stehen somit fest und wurden durch das Bundesministerium der Finanzen mit einem Schreiben vom 16. November 2018 (IV C 5 – S 2334/08/10005-11) bekannt gemacht. Grundlage ist die jährliche Anpassung an den Verbraucherpreisindex, den das Statistische Bundesamt ermittelt. Über einen Zeitraum von 12 Monaten werden dafür die Verbraucherpreise für Lebensmittel und Getränke geprüft. Der Sachbezugswert für ein Mittagessen wird ab dem 1. Januar 2019 von bisher 3,23 Euro auf 3,30 Euro erhöht, der Sachbezugswert für ein Frühstück von 1,70 Euro auf 1,77 Euro. Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden digitale Essensmarken zur Verfügung stellen, haben den Vorteil, dass diese Änderung automatisch in die Berechnung und Erstattung der arbeitstäglichen Zuschüsse zur Mahlzeit einfließt und damit kein zusätzlicher Anpassungsaufwand notwendig ist.

Auch im kommenden Jahr haben Arbeitgebende die Möglichkeit, ihren Mitarbeitenden Essensmarken zur Verfügung zu stellen. Dabei können Unternehmen wählen, ob sie die Essenmarken in der herkömmlichen Papierform und nur für bestimmte Akzeptanzstellen ausgeben möchten, oder die digitale Essensmarke bevorzugen. Diese wird komfortabel über das Smartphone abgewickelt und kann überall ohne Akzeptanzstellenbindung für Mahlzeiten eingesetzt werden. Die Lohnbuchhaltung erhält dabei für die Auszahlung über die Gehaltsabrechnung monatlich einen Datensatz für jeden Mitarbeitenden.

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Zwei Bestandteile – ein Betrag

Der Wert der digitalen Essensmarken setzt sich aus zwei Teilen zusammen, die unterschiedlich zu betrachten sind. Das ist zum einen der Sachbezugswert: hierbei handelt es sich aus der Perspektive des Gesetzgebers um den Wert für ein Mittagessen im Jahr 2019. Dieser Wert beträgt zukünftig 3,30 Euro und muss versteuert werden. Je nach eingesetzter Variante der digitalen Essensmarken wird der Sachbezugswert dabei entweder vom Arbeitgebenden pauschal mit 25 Prozent versteuert oder vom Arbeitnehmenden über den sogenannten Eigenanteil bei Kauf von Mahlzeiten getragen. In diesem Fall leistet der Arbeitnehmende eine eigene Zahlung aus bereits versteuertem Einkommen über den Eigenanteil. Zusätzlich kann der Arbeitgebende einen Zuschuss gewähren, der bis zu einer Höhe von 3,10 Euro steuer- und sozialabgabenfrei ist, solange der Zuschuss den tatsächlichen Preis der Mahlzeit nicht übersteigt. Nur bei den digitalen Essensmarken hat der Arbeitgebende die Möglichkeit, bis zu 6,40 Euro (3,10 Euro + 3,30 Euro) anstatt der bislang üblichen 3,10 Euro steuer- und sozialabgabenfrei zu erstatten, wenn die Versteuerung über den Eigenanteil des Arbeitnehmenden gewählt wird. Wenn der Arbeitnehmende beispielweise eine Mahlzeit im Wert von 10,00 Euro erwirbt, kann ihm ein steuer- und sozialabgabenfreier Zuschuss von 6,40 Euro erstattet werden, da seine eigene Zuzahlung zur Mahlzeit 3,60 Euro beträgt. Dabei ist die Mahlzeit mit dem Sachbezugswert 2019 von 3,30 Euro zu bewerten. Die eigene Zuzahlung des Arbeitnehmenden von 3,60 Euro ist anzurechnen. Da die Zuzahlung über dem amtlichen Sachbezugswert liegt, muss der Mitarbeitende keinen geldwerten Vorteil versteuern.

Die Auswirkungen für Arbeitgebende und Arbeitnehmende

Für die Mitarbeitenden ändert sich kaum etwas durch den höheren Sachbezugswert. Bei der Versteuerungsvariante über den Eigenteil des Arbeitnehmenden muss der Wert der Mahlzeit in Zukunft lediglich 3,30 Euro übersteigen. „Unsere Auswertungen haben jedoch ergeben, dass 70 Prozent aller digital eingereichten Belege eine Belegsumme von 10 Euro oder mehr haben. Diese Mitarbeitenden erreichen also auf jeden Fall die volle Erstattungssumme von 6,40 Euro, die folglich steuer- und sozialabgabenfrei erstattet werden kann“, sagt Dennis Ortmann, Geschäftsführer der Lunchio GmbH mit Sitz in Berlin. Lediglich der Arbeitgebende muss bei der Variante der Pauschalbesteuerung des amtlichen Sachbezugswertes ab 2019 einen geringfügig höheren Betrag pauschal mit 25 Prozent versteuern. „Abhängig von der Anzahl der Erstattungen pro Monat kann dieser Betrag 2019 pro Mitarbeiter:in um bis zu 1,05 Euro höher ausfallen“, so Dennis Ortmann.

Digitale Essensmarken schaffen Win-win-Situation

Die Abwicklung von digitalen Essensmarken über das Smartphone wurde am 24. Februar 2016 vom Bundesministerium der Finanzen bestätigt und ist noch relativ neu. Die Mitarbeitenden profitieren von diesem System, weil sie überall zum Essen gehen oder eine Mahlzeit kaufen können, ohne bestimmte Akzeptanzstellen berücksichtigen zu müssen. Der Beleg für das Essen wird mit dem Handy fotografiert und an den entsprechenden Dienstleister geschickt. Der Mitarbeitende erhält zeitnah eine Empfangsbestätigung und einen Überblick über den Erstattungsbetrag sowie die bereits eingereichten und erstatteten Belege. Arbeitgebende profitieren vor allem im Hinblick auf die Tax Compliance, wenn der Dienstleister eine Einzelbelegprüfung anbietet. Darüber hinaus wird die Lohnbuchhaltung entlastet, denn zu jedem Mitarbeitenden wird am Monatsende ein vollständig geprüfter Datensatz übermittelt. Zusätzlich tragen die digitalen Essensmarken zu einem innovativen Unternehmensimage bei und bringen den Mitarbeitenden jeden Mittag den geleisteten Benefit greifbar in Erinnerung.

Änderungen werden automatisch umgesetzt

Der neue Sachbezugswert für 2019 wird bei den Abrechnungen der digitalen Essensmarken automatisch vom externen Dienstleister angepasst und umgesetzt. Die Unternehmen und Steuerberater werden so entlastet und der Aufwand pro Mitarbeiter:in minimiert. Dennis Ortmann: „Als Service für unsere Kund:innen schreiben wir Unternehmen und Mitarbeitende gesondert an und informieren über die Aktualisierung. Damit unterstützen wir die Betriebe in deren Kommunikation und sorgen für aufgeklärte Arbeitnehmende.“

Wie hoch ist 2019 der Sachbezugswert für den Essenszuschuss?
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Der Sachbezugswert für den Essenszuschuss zum Mittagessen hat sich am 01.01.2019 von 3,23€ auf 3,30€ erhöht.
Wer beschließt den Sachbezugswert für den Essenszuschuss?
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Alle Sachbezugswerte werden jährlich neu vom Bundesrat beschlossen. Die Änderungen für das neue Jahr werden jeweils zum Ende eines Jahres vom Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht.
Warum ändert sich der Sachbezugswert für den Essenszuschuss
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Die Sachbezugswerte werden jährlich an den Verbraucherpreisindex angepasst, den das Statistische Bundesamt herausgibt.
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