Anbietervergleich: Die besten Sachbezugslösungen in Deutschland 2026
Für den 50-€-Sachbezug konkurrieren in Deutschland elf marktrelevante Anbieter: HelloBonnie by Hrmony, SpenditCard, Givve Card, Edenred, Pluxee, Probonio, Belonio, LOCALBENEFITS, PayCenter, guudcard und become.1. Unterschiede macht vor allem, wie weit die Akzeptanz nach der ZAG-Konfiguration tatsächlich reicht, ob eine Karte mehrere steuerliche Anlässe abdeckt und wie die Kosten strukturiert sind – die Monatspreise liegen bei den transparenten Anbietern eng zusammen, die Einmal- und Aufladegebühren dahinter nicht. Bleibt der Sachbezug der einzige Benefit, genügt eine Standalone-Karte; kommen Essenszuschuss, ÖPNV-Zuschuss oder Internetzuschuss dazu, entscheidet die Architektur. Dieser Vergleich stellt beide Ebenen gegenüber: Karte gegen Karte und Karte gegen Plattform.
Worauf bei Sachbezug-Lösungen ankommt
Eine Sachbezugskarte oder eine Plattform-Lösung wird selten nur einmal ausgewählt. Die Entscheidung wirkt sich über Jahre auf HR-Aufwand, Mitarbeiterzufriedenheit und Compliance aus. Fünf Kriterien sind in der Praxis maßgeblich:
Akzeptanz und Flexibilität. Wo können Mitarbeitende ihr monatliches Budget einlösen? Reine Online-Akzeptanz, regionale Begrenzung, Markennetzwerke oder eine Kombination davon? Die Antwort entscheidet darüber, ob der Benefit im Alltag tatsächlich genutzt wird oder ungenutzt bleibt.
Rechtliche Ausgestaltung. Ob ein Gutschein oder eine Karte als Sachbezug zählt, hängt an der begrenzten Akzeptanz (§ 8 Abs. 1 S. 3 EStG i. V. m. dem BMF-Schreiben vom 15.03.2022, § 2 Abs. 1 Nr. 10 ZAG) – lassen Sie sich die Konformitätsbestätigung des Anbieters vor Vertragsabschluss geben.
Verwaltungsaufwand. Wie aufwändig sind die monatliche Bereitstellung der Beträge, die Lohndaten-Übergabe an die Buchhaltung und die Mitarbeiterverwaltung? Bei wachsenden Belegschaften skaliert der Aufwand pro Anbieter linear – eine integrierte Plattform-Lösung wächst sublinear mit.
Mitarbeiter-Erlebnis. Eine App, die zeigt, welcher Betrag bereitgestellt ist und wo er eingesetzt werden kann, dazu virtuelle Karten und Apple/Google Pay – das entscheidet, ob der Benefit wahrgenommen wird oder untergeht.
Integrierbarkeit mit anderen Benefits. Die meisten Unternehmen stoppen nicht bei der Sachbezugskarte – Essenszuschuss, Mobilitätsbudget, Internetzuschuss kommen typischerweise dazu. Ob diese Bausteine in einer Plattform abgebildet werden oder pro Anbieter separat verwaltet werden müssen, ist ein wesentlicher Effizienzfaktor.
Sachbezugskarten im Vergleich: die wichtigsten Anbieter
Die folgende Tabelle vergleicht die in Deutschland marktrelevanten Sachbezugskarten direkt, Karte gegen Karte und ohne Plattform-Vermischung.
Hinweis zur Methodik: Die Angaben stammen aus den Preisseiten, FAQ und Produktdokumentationen der Anbieter, Stand September 2026. Anbieterangaben gehen Vergleichsportalen vor: Ein Abgleich im September 2026 ergab, dass Portalangaben zu Spendit, Edenred, Belonio und become.1 veraltet waren. Wo ein Anbieter keinen Preis veröffentlicht, steht „Auf Anfrage“ – auch dann, wenn Dritte Zahlen nennen. Für Pluxee etwa nennt ein Vergleichsportal 32 € je Person und Jahr; anbieterseitig bestätigt ist das nicht. Konditionen ändern sich, prüfen Sie sie vor Vertragsabschluss direkt beim Anbieter und lassen Sie sich die ZAG-Konformitätsbestätigung geben.
HelloBonnie by Hrmony
HelloBonnie ist unter den hier verglichenen Karten die einzige, die nach öffentlicher Dokumentation regionale und markenbezogene Bindung parallel auf einer Karte zulässt. Bei den übrigen Anbietern ist eine der beiden Begrenzungen zu wählen.
Praktisch heißt das: Sind 50 € bereitgestellt, bindet eine Mitarbeitende 35 € an einen Regional Space und setzt sie im hinterlegten PLZ-Bereich ein, vom Bio-Markt bis zur Tankstelle. Die restlichen 15 € bindet sie an einen Brand Space und nutzt sie dort im Onlineshop wie in jeder Filiale – bei der Marken-Bindung steuert die Akzeptanzstelle, nicht die Geografie. Beide Zweckbindungen erfolgen im Monat der Bereitstellung und sind danach endgültig; der Monatsbetrag wird also aufgeteilt, nicht vervielfacht. Die Karte selbst trägt zu keinem Zeitpunkt Guthaben, sie ist das Zugriffsmedium.
Relevant ist die Mechanik vor allem bei Belegschaften mit unterschiedlichen Mobilitäts- und Konsum-Profilen: Wer im Speckgürtel wohnt, wer in der Innenstadt und wer im ländlichen Raum, bekommt denselben Sachbezug, richtet ihn aber unterschiedlich ein. Scheidet eine Person aus, bleiben bereits zweckgebundene Beträge drei Monate ab Ende des Arbeitsverhältnisses einsetzbar.
Technisch: Mastercard als physische und virtuelle Karte, Apple Pay und Google Pay, Einbindung in die Hrmony-Benefit-Plattform. Auf derselben Karte lassen sich mehrere steuerliche Anlässe parallel abbilden – der monatliche 50-€-Sachbezug nach § 8 Abs. 2 S. 11 EStG, die 60-€-Aufmerksamkeit zu persönlichen Anlässen nach R 19.6 Abs. 1 LStR, Sachzuwendungen nach § 37b EStG und die Erholungsbeihilfe (156 € je Mitarbeitendem, 104 € für Partner:innen, 52 € je Kind, mit 25 % pauschal versteuert nach § 40 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 EStG). In der Lohnabrechnung werden die Anlässe getrennt erfasst. Preis nach Anbieterangabe: ab 1,90 € je Lizenz und Monat.
Die Marktbegleiter im Detail
SpenditCard. Visa Prepaid, nutzbar innerhalb einer festgelegten Wunschregion, aus über 60 Regionen wählbar. Fünf Module auf einer Karte (Sachbezug 50, Celebrate, Relax, Online, More). 3,50 € je Lizenz und Monat für 1 bis 200 Mitarbeitende, darüber individuell; einmalig 199 € Einrichtung, 2,5 % des Ladebetrags ab 200 € Beladung, darunter 5 € je Vorgang. Vor einem Wechsel lohnt die Prüfung, ob die Wunschregion die Wohnorte der Belegschaft abdeckt oder nur die Standorte.
Givve Card. Mastercard mit drei Jahren Laufzeit, wahlweise regional über PLZ oder als Händler-Setup, das alle Filialen und den Onlineshop eines Händlers umfasst. Keine Monats- oder Jahresgebühr; abgerechnet wird je Aufladung, dazu eine einmalige Einrichtung. Achten Sie auf das Kartenende: Wird nach Ablauf keine Folgekarte bestellt, zieht Givve ab dem dritten Monat 3 € monatlich vom Restguthaben ab.
Edenred Ticket Plus City. Gutscheinkarte im eigenen Akzeptanzpartner-Netz, zusätzlich auf ein regionales Einlösegebiet begrenzt; daneben die digitale Variante MeinGutschein. 3 € je Mitarbeitendem und Monat, je nach Modell als Lizenz- oder als Aufladegebühr; Sonderaufladungen zu Anlässen je 2,95 €, zum Geburtstag ohne Zusatzgebühr. Wer wechselt, klärt zuerst, welche Zusatzlösungen am Kartenvertrag hängen und welche einzeln kündbar sind.
Pluxee Benefits Card. Prepaid-Karte im Pluxee-Akzeptanznetzwerk, einer Einkaufsregion zugeordnet, die Mitarbeitende einmalig kostenlos wechseln können. Ein national gewählter Wunschhändler ist nicht möglich. Preis auf Anfrage. Die Frage an den Anbieter lautet, welche Stellen am eigenen Standort zum Vertragsnetz gehören – nicht, wie groß das Netz bundesweit ist.
Probonio. Mastercard als physische und virtuelle Karte, Kartenstruktur über PayCenter, Begrenzung regional oder auf einen Akzeptanzpartner. Neben dem 50-€-Sachbezug werden Sachzuwendungen darüber hinaus abgedeckt. Abgerechnet wird je aktivem Nutzer und freigeschaltetem Benefit, ohne pauschale Servicegebühr und ohne Einrichtungskosten; der Betrag steht nicht öffentlich.
Belonio by Epassi. Digitale Gutscheine, die haptische Karte läuft über das Ticket Plus City von Edenred – die Karte ist also keine eigene Mastercard oder Visa, sondern eine Partnerschaft. Ab elf Mitarbeitenden verfügbar. 1,79 € Servicegebühr je Mitarbeitendem und Monat, einmalig 149 € Einrichtung plus 2,40 € je Mitarbeitendem, Karte zzgl. Kartengebühr.
LOCALBENEFITS. Mastercard mit einem eigenen Aufladekonto samt IBAN je Mitarbeitendem, was die Integration in die Lohnbuchhaltung vereinfacht. Das Nutzungsgebiet wird je Mitarbeitendem über Postleitzahlen festgelegt, innerhalb dessen gilt das Mastercard-Netz. Preis auf Anfrage; nach Anbieterangabe fallen nur Kartenerwerb und Aufladungen an.
PayCenter Regionalkarte. Mastercard mit eigener IBAN, Verwaltung über die VIMpay-App, Apple Pay und Google Pay möglich. Wahl zwischen Wunschregion, Wunschhändler und Warengruppe. Preis auf Anfrage.
guudcard. Mastercard mit der Wahl, ob das Guthaben bei allen Mastercard-Akzeptanzstellen oder nur bei nachhaltigen Partnern eingesetzt werden kann; Mobilität und Sport sind zubuchbar. Preis auf Anfrage.
become.1. Mastercard, physisch oder digital, in einer PLZ-Region, die Mitarbeitende selbst festlegen. 2,45 € je Mitarbeitendem und Monat (1,95 € Sachbezug plus 0,50 € digitale Karte), physische Karte einmalig 12 €. Die PLZ-Region lässt sich nur vor der ersten Nutzung einstellen.
Was eine Sachbezugskarte kostet
Bei den Anbietern mit veröffentlichtem Monatspreis liegt die Spanne eng: Belonio bei 1,79 €, HelloBonnie ab 1,90 €, become.1 bei 2,45 €, Edenred bei 3 € und Spendit bei 3,50 € je Mitarbeitendem und Monat. Givve verzichtet auf eine laufende Gebühr und rechnet je Aufladung ab, Probonio je aktivem Nutzer und Benefit. Pluxee, LOCALBENEFITS, PayCenter und guudcard nennen keinen Preis öffentlich.
Der Monatspreis ist damit nicht die entscheidende Größe. Den Unterschied machen die Einmal- und Transaktionskosten, und die streuen deutlich stärker: 199 € Einrichtung plus 2,5 % je Aufladung bei Spendit, 149 € plus 2,40 € je Mitarbeitendem plus Kartengebühr bei Belonio, 12 € je physischer Karte bei become.1, bei Givve gar keine Grundgebühr, dafür Kosten an jeder Aufladung. Rechnen Sie deshalb nicht den Monatspreis, sondern die Gesamtkosten über zwölf Monate für Ihre Belegschaftsgröße – bei kleinen Teams schlägt eine Einrichtungsgebühr von 199 € stärker durch als eine Differenz von 50 Cent im Monat, bei 500 Mitarbeitenden ist es umgekehrt.
Welcher Anbieter hat das größte Akzeptanznetz
Die Frage nach dem größten Netz führt in die Irre. Entscheidend ist nicht, wie viele Akzeptanzstellen ein Anbieter theoretisch erreicht, sondern wie viele davon nach der ZAG-Konfiguration für Ihre Belegschaft übrig bleiben. Drei Begrenzungstypen sind üblich, und sie verengen das Netz an unterschiedlicher Stelle.
Eigenes Vertragsnetz, zusätzlich regional begrenzt. So arbeiten Edenred und Pluxee: Akzeptiert wird, wer einen Vertrag hat – und das nur im zugeordneten Einlösegebiet. Zwei Einschränkungen wirken hier übereinander.
Netz des Kartenschemas innerhalb einer Region. Bei Mastercard- und Visa-Karten wie HelloBonnie, SpenditCard, LOCALBENEFITS, guudcard oder become.1 gilt innerhalb des gesetzten Gebiets grundsätzlich jede Akzeptanzstelle des Kartenschemas. Die effektive Breite hängt damit an der Region, nicht am Anbieter. Eine zu eng gesetzte PLZ-Konfiguration macht aus einer theoretisch bundesweiten Karte eine, die am zweiten Standort nicht funktioniert.
Bindung an Händler oder Marke statt an eine Region. Das Händler-Setup der Givve Card oder ein Brand Space binden die Karte an ein Unternehmen, dafür bundesweit und online.
Die Typen schließen sich nicht zwangsläufig aus. Lässt ein Anbieter regionale und markenbezogene Bindung parallel zu, addieren sich die Einlösemöglichkeiten: regionales Kartenschema-Netz plus die Filialen und Onlineshops der gebundenen Marken. Der Monatsbetrag wird dabei zwischen den Bindungen aufgeteilt, nicht vervielfacht.
Praktisch heißt das: Prüfen Sie die Akzeptanz nicht auf Bundesebene, sondern an Ihren tatsächlichen Standorten und für die Wohnorte Ihrer Belegschaft. Bei verteilten Teams ist die Frage, ob mehrere Regionen parallel auf einer Karte möglich sind, wichtiger als jede Netzgröße im Datenblatt.
Sachbezugskarte wechseln: was der Umstieg praktisch bedeutet
Ein Anbieterwechsel beim 50-€-Sachbezug scheitert selten an der Technik, sondern an zwei Fristen: der Kündigungsfrist des Altvertrags und dem Stichtag im Lohnmonat.
Zuerst der Altvertrag. Die Verträge der etablierten Anbieter laufen typischerweise zwölf Monate und verlängern sich automatisch, wenn nicht drei Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt wird. Einige Anbieter räumen quartalsweise Kündigungsrechte ein. Was für Sie gilt, steht im individuellen Dienstleistungsvertrag – der Blick dort hinein ist der erste Schritt, nicht der letzte. Wer die Frist verpasst, verliert ein Jahr.
Dann der Stichtag. Die Freigrenze gilt pro Kalendermonat und wird nicht übertragen (§ 8 Abs. 2 S. 11 EStG). Werden im Übergangsmonat alte und neue Karte bedient und die 50 € überschritten, ist der gesamte Monatsbetrag lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig, nicht nur der übersteigende Teil. Sauber ist der Wechsel zum Monatsersten mit genau einer Zuwendung im Übergangsmonat.
Restguthaben auf den alten Karten. Bei guthabenbasierten Karten verfällt aufgeladenes Guthaben mit der Vertragskündigung in der Regel nicht sofort; die Karten bleiben meist bis zum aufgedruckten Ablaufdatum nutzbar. Danach greifen Gebühren: Givve etwa zieht ab dem dritten Monat nach Kartenablauf 3 € monatlich vom Restguthaben ab, bis es aufgebraucht ist. Kommunizieren Sie Ihren Mitarbeitenden deshalb früh, bis wann das alte Guthaben sinnvoll einzusetzen ist.
Was sich steuerlich nicht ändert. Der Sachbezug muss weiterhin zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden, eine Gehaltsumwandlung ist ausgeschlossen (§ 8 Abs. 4 EStG). Ein Wechsel ist kein Anlass, die Zusatzvereinbarung neu aufzusetzen – aber ein guter, sie gegenzulesen.
Karte allein oder Plattform-Lösung? Die strategische Frage
Eine einzelne Karte reicht, solange der 50-€-Sachbezug allein steht. Ab dem zweiten Baustein entscheidet die Architektur, nicht die Karte.
Was eine Sachbezugskarte leistet, und wo ihre Grenzen liegen
Eine Sachbezugskarte deckt einen einzelnen Benefit ab: den 50-€-Sachbezug nach § 8 Abs. 2 S. 11 EStG. Für Unternehmen, die genau diesen Benefit gewähren wollen und sonst keine weiteren Zusatzleistungen anbieten, ist eine Karte als Standalone-Lösung typischerweise ausreichend.
In der Praxis stoppen die meisten Unternehmen aber nicht beim 50-€-Sachbezug. Essenszuschuss, Mobilitätsbudget, Internetzuschuss, betriebliche Krankenversicherung, Bike-Leasing, Altersvorsorge: die typische Benefit-Landschaft umfasst schnell vier bis acht parallele Bausteine. Jeder läuft im Standalone-Modell über einen eigenen Anbieter mit eigenem Vertrag, eigener App, eigener Lohndatei-Logik, eigenem Support.
Ab einer gewissen Komplexität wird das zum strukturellen HR-Problem. Mitarbeitende müssen sich mit drei oder vier Apps auseinandersetzen, um ihre Benefits zu nutzen. HR-Verantwortliche jonglieren mit ebenso vielen Anbietern, Verträgen und Lohndatei-Formaten. Die Lohnbuchhaltung pflegt pro Anbieter eine eigene Lohnart.
Multi-Benefit-Plattform: wann sich der Wechsel lohnt
Eine Multi-Benefit-Plattform wie Hrmony konsolidiert mehrere Benefits in einer Architektur. Mitarbeitende sehen alle Leistungen in einer App, HR verwaltet sie über ein zentrales Admin-Portal, die Lohnbuchhaltung erhält eine konsolidierte Lohndatei für alle Bausteine.
Das gilt auch vorausschauend. Wer heute mit einer einzelnen Karte startet, in zwei Jahren aber Essenszuschuss und ÖPNV-Zuschuss ergänzen will, verschiebt den Umstellungsaufwand nur: Dann steht der Wechsel doppelt an, einmal für die Karte und einmal für die Architektur darüber. Das Architektur-Argument gehört deshalb in die erste Entscheidung, nicht in die zweite.
Wo die Unterschiede konkret liegen, zeigt der Funktionsvergleich:
Der Aufwand steigt nicht mit der Anzahl der Benefits, sondern mit der Anzahl der Systeme. Bleibt es bei einem Baustein, ist die Frage irrelevant. Ab dem zweiten entscheidet, wie viele Bausteine ein Anbieter selbst abdeckt – und ab dem vierten ist die Konsolidierung der eigentliche Hebel, nicht der Monatspreis je Baustein.
Wann passt welche Lösung? Use-Case-Analyse
Die richtige Sachbezug-Lösung hängt weniger von Branche oder Unternehmensgröße ab als von der konkreten Benefit-Strategie und dem geplanten Komplexitätsgrad.
Kleine Belegschaft, einzelner Benefit
Bei kleinen Belegschaften unter etwa 20 Mitarbeitenden und der Absicht, ausschließlich den 50-€-Sachbezug zu gewähren, ist eine reine Standalone-Karte oft die wirtschaftlich richtige Wahl. Die Plattform-Vorteile spielen hier eine geringere Rolle, weil keine Komplexität aus mehreren Bausteinen entsteht.
Innerhalb der Einzel-Karten entscheiden bei dieser Größe vor allem drei Punkte: ob die Einmalkosten bei kleiner Belegschaft ins Gewicht fallen, ob der Anbieter eine Mindestbestellmenge verlangt, und welches Begrenzungsmodell zur Belegschaft passt. Eine Einrichtungsgebühr von 149 oder 199 € verteilt sich bei zehn Mitarbeitenden auf zehn Köpfe, eine Karte ab elf Mitarbeitenden fällt ganz aus der Auswahl.
Mehrere Benefits, mittlere bis große Belegschaft
Sobald der 50-€-Sachbezug mit anderen Benefits kombiniert wird, kippt die Wirtschaftlichkeitsrechnung deutlich. Eine Multi-Benefit-Plattform wie Hrmony reduziert den HR-Aufwand, vereinheitlicht das Mitarbeiter-Erlebnis und konsolidiert die Lohnbuchhaltung.
Je größer die Belegschaft, desto stärker wirkt der Skalierungsvorteil. Was bei zehn Mitarbeitenden noch über eine Excel-Tabelle läuft, wird bei 100, 500 oder 1.000 Mitarbeitenden zum strukturellen Engpass. Eine Plattform wächst mit, ohne dass der HR-Aufwand linear mitskaliert.
Komplexe Anforderungen, mehrere Standorte, internationale Aufstellung
Bei komplexer Belegschaftsstruktur – mehrere Standorte, verteilte Zielgruppen, internationale Teile – sind die Anforderungen an Akzeptanz-Flexibilität und Plattform-Integration besonders hoch. Hier kommen beide Ebenen zur Wirkung: die Doppel-Mechanik der Karte und die Konsolidierung über die Plattform.
Fazit: die richtige Sachbezug-Lösung für Ihr Unternehmen
Es gibt keine universell beste Sachbezug-Lösung, die richtige Wahl hängt an der konkreten Benefit-Strategie. Zwei Leitfragen führen zur Entscheidung:
Erstens: Wird der 50-€-Sachbezug als alleiniger Benefit oder als Teil eines breiteren Benefit-Mixes gewährt? Bei alleiniger Nutzung genügt eine Standalone-Karte. Bei mehreren Benefits führt eine Plattform-Lösung schnell zu deutlichen Effizienzgewinnen.
Zweitens: Wie heterogen ist die Belegschaft in ihren Mobilitäts- und Konsum-Profilen? Sitzt die Belegschaft an einem Standort und wohnt im Umfeld, genügt eine einzelne regionale Begrenzung. Ist sie über mehrere Regionen verteilt oder in unterschiedlichen Lebensphasen, wird die Frage entscheidend, ob mehrere Regionen auf einer Karte möglich sind und ob sich regionale und markenbezogene Bindung kombinieren lassen.
HelloBonnie und Hrmony-Plattform: die kombinierte Lösung
Hrmony bietet beide Ebenen in einer integrierten Architektur: HelloBonnie by Hrmony als Sachbezugskarte mit kombinierbaren Regional Spaces und Brand Spaces, mehreren steuerlichen Anlässen auf einer Karte (50-€-Sachbezug, Aufmerksamkeiten, Sachzuwendungen nach § 37b EStG, Erholungsbeihilfe) sowie Apple und Google Pay. Und die Hrmony-Multi-Benefit-Plattform als Architektur, die HelloBonnie zusammen mit Essenszuschuss, ÖPNV-Zuschuss, Internetzuschuss und weiteren Bausteinen konsolidiert.
Für Unternehmen, die heute eine Sachbezugskarte einführen und dabei eine Strategie aufsetzen wollen, die mitwächst, ist diese Kombination der tragfähigste Weg.
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