Digitale Essensmarken: Snacks und Mahlzeiten
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Die 16 wichtigsten Bausteine der Nettolohnoptimierung

Insgesamt 16 wichtige Bausteine stehen Arbeitgebenden zur Nettolohnoptimierung zur Verfügung. Gerade Zeiten des Mangels gut ausgebildeter Fachkräfte stellen sich Arbeitgebende die Frage, wie qualifizierte Arbeitnehmende geworben und an das Unternehmen gebunden werden können. Eine geschickte Nettolohnoptimierung ist eine Möglichkeit dafür.

Nettolohnoptimierung mit Arbeitgeberzuschüssen

Der Gesetzgeber hat Arbeitnehmenden dafür eine Reihe von Alternativen eingeräumt, Beschäftigten Zahlungen und Sachleistungen zu gewähren, die steuerfrei oder steuerbegünstigt sowie beitragsfrei in der Sozialversicherung sind.

Waren und Dienstleistungen Dritter

Vom Arbeitgebenden ausgegebene Gutscheine für Waren für den Einkauf bei einem Dritten sind steuer- und beitragsfrei, wenn die Freigrenze für Sachbezüge von monatlich 50 € nicht überschritten wird. Diese Gutscheine dürfen nicht bar ausgezahlt werden.

Tankgutschein

Auch hier gilt: Die Freigrenze von 50 € darf nicht überschritten werden. Tankgutscheine werden von allen Tankstellen angeboten. Alternativ kann der Arbeitgebende monatlich 50 € für die Benzinkosten nach Vorlage der Belege durch den Arbeitnehmenden erstatten.

Stromkosten

Über eine monatliche Abschlagszahlung an den Energieversorger des Beschäftigten in Höhe des Freibetrags von 50 € kann der Arbeitgebende die Kosten für Strom übernehmen.

Zeitungsabonnement

Hier übernimmt der Arbeitgebende die Rechnung für die Zeitung/Zeitschrift des Arbeitnehmenden. Dieser Zuschuss ist steuer- und beitragsfrei, wenn er monatlich unter 50 € bleibt.

Betriebliche Altersvorsorge

Bei der betrieblichen Altersvorsorge fließen die Beiträge aus dem Bruttogehalt des Arbeitnehmenden in die Altersvorsorge. Auf diese Weise sinkt die Steuerbelastung des Arbeitnehmenden und die Sozialversicherungsbeiträge sind für Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden niedriger.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Krankheitsausfälle der Mitarbeitenden sind in Unternehmen nicht selten. Als häufigste Ursache gelten Rückenprobleme. Der Arbeitgebende kann zur Förderung der Gesundheit seiner Arbeitnehmenden Kurse zur Verbesserung des Gesundheitszustandes mit jährlich 500 € beitrags- und steuerfrei unterstützen. Existieren in dem Betrieb keine Angebote, hat der Arbeitgebende die Möglichkeit, Barzuschüsse für privat durchgeführte Kurse zu garantieren.

Jobticket

Beim Jobticket handelt es sich um Monats- oder Jahreskarten für den ÖPNV, die der Arbeitgebende entweder vergünstigt oder kostenfrei zur Verfügung stellt. Der Arbeitgebende schließt hierfür einen Vertrag mit dem Verkehrsunternehmen ab und trägt sämtliche Kosten. Erfolgt die monatliche Ausgabe des Tickets, wird dieses als Sachbezug anerkannt.

Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz

Übernimmt der Arbeitgebende die Fahrtkosten seiner Arbeitnehmenden für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, können dem Arbeitnehmenden bis zu 0,30 €/km und Tag beitragsfrei und pauschalgesteuert gewährt werden. Gängig ist eine Pauschalisierung von 15 Arbeitstagen.
Legt der Arbeitnehmende die Strecke mit dem ÖPNV zurück, ist sogar eine volle Erstattung der Kosten möglich.

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Firmenwagen

Hier überlässt der Arbeitgebende dem Beschäftigten einen Firmenwagen zur privaten und beruflichen Nutzung. Wird das Fahrzeug nur zu beruflichen Zwecken genutzt, fallen keine Steuern an. Bei einer privaten und beruflichen Nutzung werden Steuern und Sozialversicherungsbeiträge fällig.

Zuschläge für Wochenend- und Nachtarbeit

Das Einkommenssteuerrecht gibt Arbeitgebenden die Möglichkeit, Beschäftigten für Nacht- und Wochenendarbeit steuer- und beitragsfreie Zuschläge zu zahlen. Die Höhe variiert prozentual zur tatsächlich geleisteten Arbeit.

Mitarbeiterverpflegung

Die Kosten für die Verpflegung des Arbeitnehmenden können vom Arbeitnehmenden beitragsfrei und pauschalbesteuert übernommen werden. Dabei orientiert sich der Wert einer Mahlzeit am aktuellen Sachbezugswert in Höhe von 3,57 € (2022). Dieser Betrag kann vom Arbeitgebenden mit 3,10 € pro Arbeitstag aufgestockt werden. Bei manchen Anbietern (u.a. bei Hrmony) ist sogar ein komplett steuerfreier Arbeitgeberzuschuss von bis zu 6,67 € möglich. Digitale Essensmarken erlauben inzwischen sogar flexible Mahlzeiten ohne Akzeptanzpartner und sind damit ein positiver Effekt für die Mitarbeiterbindung.

Belegschaftsrabatt

Häufig überlassen Unternehmen aus dem produzierenden oder Dienstleistungsgewerbe eigene Waren oder Dienstleistungen vergünstigt oder kostenlos. Darunter fallen Zuwendungen, mit denen der Arbeitgebende üblicherweise handelt. Sie sind steuer- und beitragsfrei sofern die vom Arbeitnehmenden zu zahlenden Preise abzüglich 4 % Abschlag nicht 1.080 € jährlich übersteigt.

Erholungsbeihilfe

Planen Arbeitnehmende eine Erholungspause und beanspruchen dafür Urlaubstage, kann der Arbeitgebende eine Erholungsbeihilfe auch für die Familienmitglieder gewähren. 156 € für den Arbeitnehmenden, 104 € für den Partner/Partnerin und 52 € pro Kind sind hier möglich. Übernimmt der Arbeitnehmende die Pauschalsteuer, erhält der Arbeitnehmende so immerhin 364 € Erholungsbeihilfe.

Kinderbetreuungskosten

Die Kosten für die Kinderbetreuung spielen oft eine große Rolle, ob es sich überhaupt lohnt, arbeiten zu gehen. Übernimmt der Arbeitgebende die Kosten oder gibt etwas dazu, ist dieser Arbeitgeberzuschuss steuerfrei.

Handy- und Telefonnutzung

Telefonieren Arbeitnehmende regelmäßig beruflich mit privaten Telefonen, können diese Aufwendungen pauschal beitrags- und steuerfrei vom Arbeitgebenden erstattet werden. Dazu gehört auch das Grundentgelt des Telefonanschlusses entsprechend dem beruflichen Anteil.

Vermietung von Werbeflächen

Mietet der Arbeitgebende Werbeflächen am privaten Pkw des Arbeitnehmenden, ist dieser beitrags- und steuerfrei, sofern diese nicht 256 € pro Jahr übersteigen. Voraussetzungen sind ein Mietvertrag und eine festgelegte Laufzeit.

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Autor: Kay Müller
Wirtschaftsjurist bei Hrmony
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