Digitale Essensmarken: Snacks und Mahlzeiten
Aktualisiert am
2.7.2026
Kategorie
Benefits

Alternativen zur Gehaltserhöhung: 7 Benefits, die mehr bringen

Inhalt

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Bruttoerhöhung von 100 € kostet Arbeitgebende rund 120 € im Monat – beim Team kommen netto oft nur 50 bis 60 € an.
  • Steueroptimierte Benefits kommen fast vollständig an: Aus einem Euro Aufwand wird nahezu ein Euro Netto.
  • Sieben Bausteine – vom Essenszuschuss über den Sachbezug bis zum ÖPNV-Zuschuss – lassen sich einzeln oder kombiniert einsetzen.
  • Voraussetzung für die Begünstigung ist fast immer die Zusätzlichkeit zum Lohn, nicht die Umwandlung des bestehenden Gehalts.
  • Was eine Gehaltserhöhung wirklich kostet

    Eine Gehaltserhöhung ist auf beiden Seiten der Lohnabrechnung teuer – und zwar unterschiedlich. Wer 100 € mehr brutto zahlt, trägt als Arbeitgebende rund 20 % Sozialabgaben obendrauf. Aus der Erhöhung werden so etwa 120 € im Monat, rund 1.440 € im Jahr pro Person.

    Beim Team kommt weniger an, als viele denken. Je nach Steuerklasse, Kirchensteuer und Bundesland landen von 100 € brutto häufig nur 50 bis 60 € netto auf dem Konto. Über die Hälfte des Aufwands geht an Finanzamt und Sozialversicherung – nicht an die Person, der Sie etwas Gutes tun wollten.

    Dazu kommt ein psychologischer Effekt, den Vergütungsstudien seit Jahren zeigen: Eine kleine Nettoerhöhung ist nach wenigen Monaten im Gehaltszettel aufgesogen und wird kaum noch wahrgenommen. Ein monatlich sichtbarer Benefit bleibt dagegen präsent.

    Warum Benefits die günstigere Alternative sind

    Steueroptimierte Benefits funktionieren anders als eine Bruttoerhöhung. Bei vielen Bausteinen fällt entweder keine oder nur eine niedrige Pauschalsteuer an, und Sozialabgaben entfallen. Aus einem Euro Aufwand wird so nahezu ein Euro Netto.

    Das klingt einfach – ist es in der Praxis aber nicht ganz. Die Begünstigung hängt fast immer an einer Bedingung: Der Benefit muss zusätzlich zum vereinbarten Lohn gewährt werden. Wird bestehendes Gehalt einfach umgewandelt, greifen strengere Regeln.

    Gehaltserhöhung oder Benefits: der direkte Vergleich

    Ein Rechenbeispiel macht den Abstand sichtbar. Verglichen wird eine Bruttoerhöhung von 100 € mit einem Benefit-Mix aus 50 € Sachbezug und 50 € Internetzuschuss:

    Pro Mitarbeitenden / MonatBruttoerhöhung 100 €Sachbezug 50 € + Internetzuschuss 50 €
    Kosten für Arbeitgebende~120 €112,50 €
    Netto beim Team~50–60 €~100 €

    Nahezu gleicher Aufwand, fast doppelte Wirkung beim Team. Der Sachbezug bleibt bis 50 € im Monat steuerfrei, der Internetzuschuss wird vom Arbeitgeber pauschal mit 25 % versteuert und kommt beim Team netto an.

    Die 7 Bausteine im Überblick

    Jeder Baustein folgt einer eigenen steuerlichen Logik. Die folgende Übersicht zeigt die Höchstwerte 2026 und die Behandlung:

    BausteinHöchstwert 2026Steuerliche Behandlung
    Essenszuschussbis 115,05 €/Monat (15 Tage × 7,67 €)steuerfrei bzw. pauschal versteuert (25 %)
    Sachbezug-Gutscheine50 €/Monatsteuerfrei (Freigrenze, § 8 Abs. 2 S. 11 EStG)
    Sachbezug-Karte (Smartcard)50 €/Monat (teilt die Freigrenze)steuerfrei
    Internetzuschussbis 50 €/Monatpauschal versteuert (25 %), für das Team netto
    ÖPNV-Zuschussbis zur Höhe der Ticketkosten (Deutschlandticket 63 €/Monat)steuerfrei (§ 3 Nr. 15 EStG)
    Geschenke60 € pro persönlichem Anlasssteuerfrei als Aufmerksamkeit (R 19.6 LStR)
    Erholungsbeihilfe156 € + 104 € Partner + 52 € je Kindpauschal versteuert (25 %), für das Team netto

    Ein wichtiger Unterschied, den viele übersehen: „Steuerfrei“ und „pauschal versteuert“ sind nicht dasselbe. Beim Internetzuschuss und der Erholungsbeihilfe zahlt der Arbeitgeber eine Pauschalsteuer – für das Team ist die Leistung netto, im Rechtssinn aber nicht steuerfrei.

    Welche Alternative passt zu welchem Unternehmen?

    Nicht jeder Baustein wirkt in jedem Team gleich. Homeoffice-Teams profitieren vom Internetzuschuss, Pendelnde vom ÖPNV-Zuschuss, alle vom Essenszuschuss und Sachbezug. Welche Kombination sich lohnt und wie die Bausteine rechtssicher zusammenspielen, zeigt der Beitrag zu den Bausteinen der Nettolohnoptimierung.

    Zusätzlichkeit: die wichtigste Regel

    Der häufigste Fehler bei der Umsetzung ist ein formaler. Die meisten Bausteine sind nur begünstigt, wenn sie zusätzlich zum Lohn gewährt werden – nicht als Ersatz für einen Teil des Gehalts. Das Bundessozialgericht hat diese Zusätzlichkeit 2025 noch einmal geschärft. Wer Benefits als echtes Extra einführt und sauber dokumentiert, ist auf der sicheren Seite. Wie sich das auf die Lohnnebenkosten auswirkt, lesen Sie im verlinkten Beitrag.

    Ihre Alternative in Zahlen

    Wie groß der Unterschied für Ihr Unternehmen ausfällt, hängt an Steuerklasse, Bundesland und der Kombination der Bausteine. Statt zu schätzen, können Sie ihn pro Mitarbeitenden beziffern: Der Brutto-Netto-Benefit-Rechner von Hrmony stellt eine klassische Gehaltserhöhung allen sieben Bausteinen gegenüber und zeigt Arbeitgeberkosten, Netto beim Team und die Differenz pro Monat und Jahr.

    Fazit

    Eine Gehaltserhöhung ist der teuerste Weg, Wertschätzung zu zeigen. Steueroptimierte Benefits erreichen mit nahezu gleichem Aufwand einen deutlich höheren Netto-Effekt – vorausgesetzt, sie kommen zusätzlich zum Gehalt und werden sauber abgerechnet. Der Einstieg gelingt schon mit einem Baustein.

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    Roland Völkel
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    Senior Content Marketing Manager

    Roland beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Trends, Entwicklungen und Themen aus der HR Welt. Er widmet sich dabei primär den Bereichen Employee Engagement, DEI, Employee Wellbeing und Employee Experience.

    Über diesen Autor
    Häufig gestellte Fragen:
    Was sind Alternativen zur Gehaltserhöhung?
    Dropdown Plus
    Steueroptimierte Benefits wie Essenszuschuss, Sachbezug, Internetzuschuss oder ÖPNV-Zuschuss. Sie bringen dem Team netto mehr, weil keine oder nur reduzierte Steuern und Sozialabgaben anfallen – ohne dass das Bruttogehalt steigt.
    Warum ist eine Gehaltserhöhung für Arbeitgeber teuer?
    Dropdown Plus
    Auf jede Bruttoerhöhung fallen rund 20 % Arbeitgeber-Sozialabgaben an. Beim Mitarbeitenden wird der Betrag wie reguläres Einkommen versteuert – netto bleiben je nach Steuerklasse oft nur 50 bis 60 %.
    Welche Benefits kommen ohne Abzüge beim Mitarbeitenden an?
    Dropdown Plus
    Echt steuerfrei sind der 50-€-Sachbezug und der ÖPNV-Zuschuss. Internetzuschuss und Erholungsbeihilfe sind pauschal versteuert – der Arbeitgeber trägt die Steuer, für das Team ist die Leistung netto.
    Müssen Benefits zusätzlich zum Gehalt gezahlt werden?
    Dropdown Plus
    In den meisten Fällen ja. Die Zusätzlichkeit ist Voraussetzung für die Begünstigung. Ausnahmen wie der 50-€-Sachbezug bleiben auch bei einer Gehaltsumwandlung begünstigt, die betriebliche Altersvorsorge baut sogar auf ihr auf.
    Wie viel spart ein Unternehmen mit Benefits statt Gehaltserhöhung?
    Dropdown Plus
    Bei nahezu gleichem Arbeitgeberaufwand kommt beim Team rund das Doppelte an Netto an. Der genaue Betrag hängt von Steuerklasse, Bundesland und Baustein-Kombination ab und lässt sich mit dem Brutto-Netto-Benefit-Rechner pro Mitarbeitenden berechnen.
    Dennis Ortmann
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